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Weg mit der Warze
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Symbolbild

Früher hat man Warzen besprochen, um sie loszuwerden. Heute setzt man eher auf die Behandlung mit Lösungen oder Pens aus Ihrer Apotheke.

Warzen sind gutartige Neubildungen der Haut mit einer verhornten Oberfläche, die durch Viren ausgelöst werden. Sie sind nicht gefährlich, werden aber doch meist als störend empfunden. Am häufigsten sind sogenannte vulgäre Warzen an Händen oder Füßen. Eine spezielle Art sind Dornwarzen, die vor allem an den Fußsohlen vorkommen. Durch den Druck beim Gehen wird die Warze ins Gewebe gedrückt, sodass ein schmerzhafter Hornkegel entstehen kann.

Ansteckung vermeiden

Warzen sind ansteckend. Man infiziert sich zum Beispiel durch direkten Hautkontakt oder beim Barfußlaufen in Schwimmbädern, Turnhallen oder Hotelzimmern. Aber auch im eigenen Badezimmer ist man vor den Viren nicht gefeit, wenn ein Familienmitglied bereits mit Warzen infiziert ist. Am besten schützt man sich, indem man an Orten, wo viele Menschen barfuß laufen, selbst Schlappen trägt. Handtücher, Socken und Schuhe sollten nicht mit anderen geteilt werden.

Verätzen oder vereisen?

Oft verschwinden Warzen nach einigen Wochen oder Monaten von selbst wieder. Aber es kann auch länger dauern. Warzen an Händen oder Füßen lassen sich gut selbst behandeln. Dafür gibt es zwei Möglichkeiten:

Salicylsäure wirkt vor allem hornhautablösend. Flüssigkeiten mit Salicylsäure müssen mindestens zweimal täglich punktgenau auf die Warze aufgetragen werden. Salicylsäurepflaster werden dagegen alle zwei Tage erneuert. Die verhornte Haut wird dabei, meist über mehrere Wochen, regelmäßig abgetragen. Allerdings ist die Anwendung mengenmäßig begrenzt, da Salicylsäure zu einem Teil über die Haut ins Blut aufgenommen werden kann und dadurch Nebenwirkungen auftreten können. Bei Säuglingen ist die Verwendung grundsätzlich ausgeschlossen.
Ameisensäure ist diesbezüglich sicherer und wird nur einmal wöchentlich aufgetragen. Sie trocknet die Warze von innen heraus aus, bis sie von selbst abfällt. Sie ist für die ganze Familie, auch für Kinder unter vier Jahren, Diabetiker, Schwangere und Stillende, geeignet. Ameisensäure-Präparate gibt es als Lösung zum Aufpinseln oder als Stift, mit dem die Lösung in der richtigen Dosierung punktgenau aufgetragen werden kann. Mit Ameisensäure lassen sich auch mehrere Warzen gleichzeitig behandeln.
Die Anwendung von Trichloressigsäure ist ähnlich wirksam, jedoch nicht für Kinder unter vier Jahren, Diabetiker oder in der Schwangerschaft geeignet, da sie als stärkere Säure höhere Vorsichtsmaßnahmen erfordert.
Die Vereisung einer Warze kann beim Arzt oder zu Hause durchgeführt werden. Der Arzt verwendet flüssigen Stickstoff, der sehr kalt ist und die Warze bei etwa minus 190 Grad einfriert, sodass die Warzenzellen absterben. Für die Anwendung zu Hause gibt es in Ihrer Apotheke Vereisungs-Pens, die mit einem Gasgemisch die Warze bei etwa minus 80 Grad vereist. Die einmalige Behandlung ist in der Regel ausreichend.

Wann zum Arzt?

Gehen zu zum Arzt, wenn die Warze durch die gängige Behandlungen nicht verschwinden oder wenn sie starke Schmerzen verursacht. Der Arzt kann die Hautwucherungen operativ durch Ausschaben oder mit einem Laser entfernen. Auch Warzen an Stellen mit empfindlicher oder dünner Haut, zum Beispiel im Gesicht, und Warzen im Genitalbereich gehören in die ärztliche Behandlung.

Hausmittel

Da Warzen sehr häufig vorkommen, gibt es auch entsprechend viele Empfehlungen für Hausmittel. Beliebt im Sommer ist beispielsweise der Saft vom Schöllkraut. (Vorsicht, das Kraut ist giftig, auf keinen Fall verschlucken!) Der gelbe Saft wird auf die Warze aufgetragen, damit sie nach ein paar Tagen verschwindet. Weitere Hausmittel, die in Verbindung mit dem Entfernen von Warzen genannt werden, sind Teebaumöl, Apfelessig, Knoblauchzehen, Ringelblumensalbe, Aloe Vera und Schwedenbitter-Auflagen. Bis die Warze vollständig abgeheilt ist, kann es hier aber unter Umständen mehrere Monate dauern.

Schnell und vorsichtig

Warzen sollten generell möglichst bald behandelt werden, denn sie sind ansteckend und können sich schnell verbreiten. Deshalb sollte man auch nicht an Warzen kratzen oder versuchen, sie mit den Fingern zu beseitigen. Beim Umgang mit Warzenmitteln immer vorsichtig sein. Der versehentliche Kontakt mit gesunder Haut kann zu ungewollten Verätzungen führen.

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